Willkommen beim Klimastreik Olten!

Am 21. Mai, streiken wir für die Zukunft!
Doch weshalb streiken wir? Klar, weil wir in einer Welt der Krisen leben und unbedingt einen Systemwandel brauchen, wenn wir eine lebenswerte Zukunft haben möchten. Doch weshalb STREIKEN wir? Weshalb schreiben wir am 21. Mai nicht Protestbriefe oder besetzen eine Bank oder pflanzen ganz viele Bäume? Weshalb machen wir nicht einfach eine Demonstration?

Die Reaktion der institutionellen Politik auf die Streiks und Demos der letzten Jahre zeigt, dass symbolische Aktionen zu wenig Druck ausüben, um den Systemwandel voranzubringen, den wir so dringend brauchen. Die Klimakrise ist ein strukturelles Problem und es liegt nicht im Interesse der Menschen, welche von diesen Strukturen profitieren, irgendetwas zu ändern – ausser vielleicht die Farbe, mit welcher sie Wahlkampf betreiben.

Ein grosser Streik ist jedoch nicht nur symbolisch: Wenn wir nicht mehr in die Schule gehen, unsere Arbeit niederlegen und für einen Tag nicht unserem Alltag nachgehen, dann stören wir. Und das sollen, nein, müssen wir auch. Denn dadurch stockt für einen Moment der Status Quo. Wir können tatsächlichen Druck ausüben und anderen Menschen die Möglichkeit geben, kurz innezuhalten und sich auch Gedanken darüber zu machen, wie es weitergehen könnte (und wie nicht!).

Doch damit wir so richtig stören, brauchen wir dich und alle deine Freund*innen und Nachbar*innen am 21. Mai. Schau auf der Webseite (strikeforfuture.ch) nach, wo in deiner Nähe Aktionen stattfinden und streike! Wenn du mehr wissen willst, hier das Streikmanifest: https://climatestrike.ch/de/posts/manifesto-st4f

Klimastreik Olten

Wir sind eine Regionalgruppe von Klimastreik Schweiz. In Olten organisierten wir den ersten Streik am 15. März 2019. Seither organisieren wir Streiks und Demos, planen Aktionen und sind mit Parteien und Organisationen in der Region in Kontakt.

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Zu unseren Forderungen

Unsere Position zum veröffentlichten Klimaziel 2040 des Oltner Stadtrats

Am 18. Januar hat der Oltner Stadtrat endlich auf den ausgerufenen Klimanotstand und die für erheblich erklärte überparteiliche Motion reagiert. Konkret möchte der Stadtrat die ganze Verwaltung bis 2040 Klimaneutral machen. (https://www.solothurnerzeitung.ch/solothurn/olten/klimaziel-netto-null-bis-2040-der-grundsatzentscheid-und-seine-folgen-140646139) Wir sind erfreut, dass eine ehrliche Erhebung der anfallenden Treibhausgasemissionen mittels einer externen Firma stattgefunden hat, und somit einen guten Überblick bietet.

Trotzdem sind wir enttäuscht. Das dringend nötige (und durch das Gemeindeparlament entschiedene) Netto 0 Ziel bis 2030 wird nicht ansatzweise angestrebt (lediglich eine Halbierung der Emissionen bis 2029 ist vorgesehen). Zudem ist  in den geplanten Massnahmen nirgends von einem Emissions-Absenkpfad die Rede. Dieser ist aber inklusive einer jährlichen CO2-Bilanz immens wichtig, um die schrittweise Reduktion festlegen und beobachten zu können, und allfällig anfallende Kompensationen (d.h. an einem anderen Ort werden Emissionen eingespart/gespeichert) festzulegen. Dass der Stadtrat eine Lösung ohne “drohenden Wertverlust” (bis jetzt noch sehr schwammig beschrieben) durch die rein technisch noch jahrzehnte laufenden fossilen Heizungen anstrebt, ist nachvollziehbar. Jedoch liegt es in Bezug auf das verbleibende CO2-Budget bis zu unaufhaltbaren Kipp-Elementen schlicht nicht mehr drin, dass Netto 0 Ziel hinauszuschieben.  Außerdem wird von “noch fehlenden Technologien” gesprochen, jedoch ohne diese zu benennen. Wir wüssten gerne, welche Technologien dies genau sind. Es braucht eine Reduktion unseres Energieverbrauches, und dies ist mit heutiger Technologie machbar. Die Klimakrise ist real und muss jetzt angegangen werden. Es ist bekannt, dass erneuerbar betriebene Heizungen sich schnell amortisieren. Ausserdem könnte die Stadt Fördergelder für den Umstieg auf Klimaneutralität beim Kanton und Bund verlangen. Wir wünschen uns vom Oltner Stadtrat, dass er nun endlich einen mutigen, konkreten Plan für die Umsetzung des Klimanotstands vorlegt -welcher der klar angenommenen Absenkpfad-Motion entspricht.

Aktuell: Netto O bis 2030? – So geht’s!

Der „Climate Action Plan“ (CAP) ist ein Projekt, das darauf abzielt, politische und soziale Maßnahmen zu entwickeln , welche die globale Erwärmung  auf 1,5 ° beschränken sollen. Es wurde von Climatestrike Switzerland initiiert und beruht auf der Beteiligung von Expert*innen und der öffentlichen Bevölkerung. Mehr Informationen auf der Webseite .